Dienstag, 27. März 2012

"Nää – war mal was anderes!"

Foto: Peter Otten
Der Kabarettist Jürgen Becker mischt die Welt der Kunst auf: Zum 40. Geburtstag von Publik-Forum wandert er in Köln durch eine Ausstellung, die er selbst auf die Bühne gezaubert hat. 500 Gäste macht er mit seinen Gedanken zu Rubens, Rembrandt und Richter glücklich. Und Freibier gibt´s auch...

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Donnerstag, 22. März 2012

Es geht auch ohne euch

Foto: s.media/pixelio.de
Die Erziehung der Kinder solle auf jeden Fall christlich bleiben – das sei aber auch ohne die katholische Kirche möglich. Das sagen Eltern in Königswinter, nachdem die Stadt der katholischen Kirchengemeinde gekündigt hat und diese die Trägerschaft über einen Kindergarten spätestens im kommenden Jahr abgeben muss. Damit kann die nach katholischer Auffassung nicht mehr tragbare Leiterin des Kindergartens ihre Arbeit voraussichtlich fortführen. "Wo katholisch draufsteht, muss auch katholisch drin sein", hieß es von Seiten des Kirchengemeindeverbandes in einer Stellungnahme, die den Konflikt vor allem in merkwürdiger Weise personalisierte ("Ist eine einzige Person diesen Preis wert?") und moralisierte ("Diese hohe Auffassung von der Ehe kann die Kirche keinesfalls einer mehr und mehr liberalen Einstellung in unserer Gesellschaft anpassen. Sie würde mit dieser Anpassung den Menschen nur scheinbar helfen"). Insgesamt übrigens eine ambitionierte Argumentation: Das Steuer in der Hand halten und den Kurs bestimmen wollen - die Kosten aber allein der öffentlichen Hand aufbürden - auch wenn die der Regelung seinerzeit zugestimmt hatte.

Den katholischen Eltern war diese Auffassung offensichtlich einerlei,

Freitag, 9. März 2012

Wer die Musik bestellt

Foro: Rainer Sturm/www.pixelio.de
Wer die Musik bestellt, der bestimmt auch, was sie spielt - sollte man meinen. Doch erstaunlich oft ist es anders - und kann zu grotesken Folgen führen.

Eine katholische Kirchengemeinde im Bonner Raum spielt im Jahr 2006 mit dem Gedanken, die Trägerschaft ihrer Kindertagesstätten abzugeben. Grund: Das Bistum habe kein Geld mehr. Die betroffene Stadt macht mit der Gemeinde einen - darf man sagen? - Handel: Sie übernimmnt selbst den vollen Eigenanteil des kirchlichen Trägers in Höhe der Gesamtkosten von 12%. Das ist für sie offensichtlich immer noch günstiger, als wenn sie die Kindergärten in eigener Regie führen müsste, weil dann der volle Eigenanteil von 21% zu zahlen wäre. Entsprechend weniger andere öffentliche Zuschüsse zur Refinanzierung würden fällig. Trägerin bleibt also weiterhin die Kirche, obwohl sie zu den Kosten erst einmal nichts beiträgt. Ein offensichtlich durchaus übliches Vorgehen auch anderswo angesichts von Kirchen angemeldeten eigenen leeren Kassen. Daraus folgt dann: Selbstverständlich sind die MitarbeiterInnen weiterhin kirchliche Angestellte. Und für die gilt beispielsweise auch das kirchliche Arbeitsrecht mit den entsprechenden Folgen weiter - zum Beispiel, wenn sich ein Mitarbeiterin und ihr Mann trennen und sie bald darauf eine neue Beziehung eingeht. Da gilt dann eine zehn Jahre dauernde offensichtlich überzeugende Dienstzeit nullkommanix mehr, und die üblichen Verweise auf die Arbeitgeberin (Tendenzbetrieb, Sie verstehen...!) werden aus der Tasche gezogen. Und was macht der, der alles bezahlt? Nix.

Dienstag, 6. März 2012

Größer als jede Deutung

Katharina Bregulla/www.pixelio.de
Der Bibliolog ist eine Methode, wie eine Gruppe gemeinsam einen Bibeltext auslegen kann. Dabei wird sie von einem "Lotsen", dem Bibliologen oder der Bibliologin durch diesen Prozess geführt. Verblüffend ist die Gruppenklugheit, die sich einstellt und den Bibliolog verlässlich trägt. Beeindruckend ist aber auch, wie die Beschäftigung mit der Bibel viel Spaß machen kann. Und das ist auch eines der Prinzipien des Godfathers of bibliolog, Peter Pitzele: "Have fun!" Ich habe vor kurzem selbst diese Methode erlernt. Neugierig gemacht hat mich eine Gruppe, die ich vor zwei Jahren im Rahmen einer Peportage begleitet habe: